Samstag, 14. August 2010

Eine Bemerkung zu Afghanistan

Meinen Kommentar zu Afghanistan hat nun die ZEIT veröffentlicht, vielleicht eine gute Wochenendlektüre.

Kommentare:

poiuzt hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
poiuzt hat gesagt…

"So lautet ein oft genutztes Argument, das durch den Verweis auf Vietnam noch gestärkt wird. Es stimmt zwar durchaus, dass asymmetrische Auseinandersetzungen von regulären Streitkräften einen hohen Blutzoll verlangen [selbst schwere gepanzerte Fahrzeuge sind vor Sprengstofffallen nicht sicher], der..."

poiuzt hat gesagt…

Die Vereinigten Staaten wendeten den Lauf des Irak-Kriegs [Operation "Surge" war ein gigantisches Vertreibungsunternehmen, die menschlichen Kosten waren enorm und wurden unter Niveau in den westlichen Medien thematisiert], obwohl das 2007, vier Jahre nach dem Beginn, kaum noch ein Beobachter für möglich hielt. [aktuell verschlechtert sich die Sicherheitslage wieder]

poiuzt hat gesagt…

Dennoch führten eine veränderte Strategie, Kooperation mit lokalen Milizen [die im Süden Afghanistans wohl oder über aus "Taliban" bestehen müssten] und eine Stärkung der Zentralgewalt [diese Struktur war in Afghanistan NIE vorhanden und sie wird es auch künftig nicht geben, dem "Staat" fehlt "das Volk" zur Grundlage einer "Nation", die wirtschaftliche Struktur ist regional-agrarisch] zu einer überraschenden Wende.

poiuzt hat gesagt…

Ob eine reguläre Armee in einen symmetrischen oder asymmetrischen Konflikt geführt wird, sagt also nichts darüber aus, ob sie den Konflikt verlieren oder gewinnen wird. [es hat sich mehrfach rumgesprochen, dass die Taliban im Iran ausgebildet und trainiert werden, ob nun unter der Hand des Regimes oder nicht; die Taliban halten eine lukrative Drogen- und Kriegsökonomie am laufen, die ihnen mittlerweile moderne Waffen finanzieren (z.B. moderne RPG's gg. gepanz. Fahrzeuge, chemische Komponenten für stärkere Bomben); Pakistan ist weiterhin ein Rückzugsraum; auch wenn es an weiterer direkter Unterstützung wie im historischen Beispiel Vietnam fehlen mag, das "Nichtstun" und Unvermögen seitens der Nachbarländer spricht letztlich gg. die ISAF]

poiuzt hat gesagt…

Am Ende entschied die alliierte Luftüberlegenheit über den Ausgang der Schlacht. [oben noch den konventionellen Charakter des Krieges negiert und auf die Asymmetrie hingewiesen, wird dann mit dem "deutschen" Beispiel in die große Spielkiste der Geschichte gegriffen, absolut lächerlich, da in sich widersprüchlich; neben DER konventionellen Offensive in den Ardennen hätte man die "Werwölfe" anbringen können, die die Allierten zu regelrechten und rücksichtslosen Massenverhaftungen veranlasste]

poiuzt hat gesagt…

Und besonders radikale Gegner lernen langsam. [wenn viel gepriesene gepanzerte Fahrzeuge nach neustem Stand der Technik auf den Straßen explodieren und zerissen werden, scheint die radikal-islamische Seite lernfähig genug, sie war in den 80ern so lernfähig, Flugabwehrraketen einzusetzen, es darf gebetet werden, das diese nicht in Afgh. auftauchen, bzw. andere Nationen kein Interesse daran haben, solche Waffen an die Taliban weiter zu geben]

poiuzt hat gesagt…

deutschen Demokratisierung auf merkwürdige Weise einen neuen Betriebsunfall der Geschichte.
[der Unfall liegt in der afghanischen Elite selbst, diese muss ein Interesse an Demokratie haben, da diese Schichten durch ihre Clanwirtschaft samt Drogen- und Kriegsökonomie eine deutlich anti.demokratische Interessenlage pflegen, wird auch aus der schönsten Umfrage nichts, auch widmet sich der Autor nicht den ökonomischen Strukturen - auch diese sind alles andere als demokratiefreundlich]

poiuzt hat gesagt…

Warum dies zu ignorieren besonders kluge und weitsichtige Politik sein soll, konnte folgerichtig auch noch niemand überzeugend darlegen. [es liegt an der afgh. Elite an sich - und diese ist in mehrer Volksgruppen gespalten und kämpft nicht für den Flatscreen im Wohnzimmer, sondern für das Überleben des eigenen Clans im nächsten Winter]

poiuzt hat gesagt…

Deutschland braucht eine sicherheitspolitische Debatte [solche Artikel tragen zur Verblödung bei, orientieren Sie sich besser an den Möglichkeiten und nicht an Wunschdenken und selektivem Moralismus]